Seltenes Drechselholz

Seltenes Drechselholz

Seid einiger Zeit haben wir tiefen Winter in Imberg. Der Schnee ist heuer viel früher gekommen als sonst, und auch liegen geblieben. Die Rodelbahn, die vom Strausberg bis an unser Haus führt, ist gespurt und in unserem Holzschopf ist genug Brennholz, um den Winter in der warmen Stube zu genießen.
In diesem Holzschopf lagert auch viel seltenes Drechselholz: Flieder, Holunder oder Pfaffenhütchen kennt man meistens nur als beeindruckende Sträucher; Traubenkirsche, Felsenbirne oder Wildapfel sind schon schwerer zu finden; Schlangenhautahorn, Tulpenbaum oder Perückenstrauch kennt kaum einer mehr.
Eine ganz besondere Rarität ist das Holz von einem 80 Jahre alten Feldstadel aus Imberg. Die Fichtenbretter sind von Sonne, Wind und Regen so bearbeitet, dass die Oberfläche spannende Farben und Strukturen bekommen hat. Vielen Dank an all die tollen Menschen, die uns immer wieder neue besondere Hölzer bringen.

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In der kleinen Galerie Imberg ist der Herbst eingezogen

Herbst

In ein paar Tagen geht unser Galeriesommer mit den regelmäßigen Öffnungszeiten zu Ende. Danach sind wir bis ins nächste Frühjahr nach Vereinbarung für unsere Besucher da. Wir möchten uns auf diesem Weg bei unseren Gästen, die uns in der kleinen Galerie in Imberg besucht haben, bedanken. Wir haben wieder tolle Menschen kennen gelernt, interessante Gespräche geführt und sind sehr motiviert für den nächsten Galeriesommer 2018.

Jetzt ist wieder Zeit für die Hinterglasmalerei im warmen Atelier in Imberg. Auch die Arbeiten in der Drechselwerkstatt, mit spannenden Hölzern, kann weiter gehen.

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Mehrere 100 Jahre altes Drechselholz

Drechselholz Stauwehr

Dieses Eichenholz stammt aus einem alten Stauwehr. Es wurde ca. 1722 am Neckar erbaut und 2015 abgebrochen. Das Holz war also etwa 290 Jahre unter Wasser. Durch glückliche Umstände bin ich an einige Balken dieses alten Wehrholzes gekommen. Das Holz musste zuerst vorsichtig getrocknet und von den Jahrhunderte alten Ablagerungen gereinigt werden. Erfreulicherweise ist das Holz kerngesund und kann wie frisches Eichenholz bearbeitet werden. Dadurch, dass das Holz so lange unter Wasser war, hat es eine unglaublich schöne Patina bekommen. Die verschiedenen Schalen, die ich daraus drechsle, werden anschließend gebürstet und mit Olivenöl behandelt.

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Wespennest im Sommeratelier

Wespennest im Sommeratelier

Gerade entsteht in meinem Sommeratelier ein ganz ungewöhnliches Kunstwerk. Diesmal nicht mit Pinsel und Farbe, sondern aus Holz. Geschätzte 100 Künstler bauen an einem filigranen, mehrstöckigen Wespennest über meiner Ateliertür. Baumaterial ist Holz, das sie an der Außenfassade meiner Hütte abschaben. Das Bauwerk ist inzwischen ca. 17 cm groß. Ich habe mich mittlerweile in einer kleinen Berghütte auf 1300 Meter Höhe eingerichtet, um die Wespen nicht vertreiben zu müssen. Der Ortswechsel ist sehr spannend und inspirierend und ich kann in Ruhe an meinen Bildern weiter arbeiten.

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Renovierungsarbeiten im Sommeratelier

Sommeratelier

Dieses Frühjahr musste ich meinen Umzug ins Sommeratelier etwas verschieben. Das Atelier ist auf acht Pfählen gebaut und drei davon haben sich über die Jahre gesetzt. Das bedeutet, dass der Fußboden im Innenraum sich im Laufe der Zeit an der einen Seite um 7 cm abgesenkt hat.
Mit einer alten Fußwinde wurde das gesamte Gebäude in die ursprüngliche Höhe gebracht. Jetzt steht das kleine Haus an einer Seite auf großen Findlingssteinen, die ein erneutes Absinken verhindern sollen. Inzwischen habe ich alle Utensilien für meine Hinterglasmalerei ins Sommeratelier gebracht und kann endlich mit dem Malen beginnen.

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Tolles neues Drechselholz aus Norditalien

Drechselholz aus Norditalien

Die Reise ins Piemont hat sich wieder gelohnt. Wir haben viele interessante neue Eindrücke mitgenommen. Zum Beispiel der schöne stolze Gockel auf dem großen Olivenholz- Berg, der ein gutes Motiv für ein neues Hinterglasbild ist. Das kleine Sägewerk, das wir seit Jahren besuchen, liegt mitten in einem Weinbaugebiet. Von einem Stapel alter knorriger Olivenholz- Stämme konnten wir wieder wunderschöne Einzellstücke aussuchen. Wir beluden unser Auto mit den schweren Stämmen und verzurrten sie gut, um die wertvolle Fracht sicher nach Hause zu bringen. Jetzt muss das Holz an einem schattigen Platz ca. 1/2 Jahr trocknen. Gut, dass in der Drechselwerkstatt noch einige Stämme vom vorigen Jahr lagern. Also kann es mit dem Drechseln gleich los gehen.

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Neues interessantes Drechselholz

Drechselholz

Der Winter liegt mittlerweile hinter uns. Er war bei uns teilweise sehr schneereich. Wir mussten sogar das Dach abschaufeln, weil über ein halber Meter Schnee darauf lag. Vor ein paar Tagen hatten wir noch 20 cm Schnee. Der ist aber schnell  geschmolzen und die ersten Frühlingsblumen kamen zum Vorschein. Jetzt planen wir eine Reise ins Piemont, um Drechselholz zu kaufen. Dabei ist uns sehr wichtig, dass das Holz Verwachsungen und andere Besonderheiten aufweist. Diese werden beim Drechseln berücksichtigt, so dass jede Schale ein Unikat wird. Auf der Fotografie sehen Sie einen Olivenholz Mörser, dessen Holz wie Marmor wirkt und eine Dose, die einen innenliegenden Deckel hat. Sie erhält so eine gute Passform und eine besondere Note.

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Eingeschneit

Eingeschneit

Die Kleine Galerie Imberg ist seit Anfang des Jahres eingeschneit und es ist bitterkalt. In der Drechselwerkstatt ist es deswegen zur Zeit auch unmöglich zu arbeiten. Damit ist nun die Zeit gekommen Entwürfe für die kommenden Monate zu erarbeiten – interessante neue Holzarten mit spannenden Maserungen liegen schon bereit.
In meinem Winteratelier ist es glücklicherweise angenehm warm und die Winterlandschaft, die sich vor meinem Fenster ausbreitet, beflügelt und inspiriert. Der Brunnen vor dem Haus ist fast eingefroren: die Eisplatten, die wir täglich raus klopfen müssen, sehen aus wie mundgeblasene Glasscheiben.
Wir haben also einen ganz normalen Winter im Allgäu – einfach traumhaft!

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Kerzenständer aus Eibe

Kerzenstaender aus Eibe

In unserem Dorf wurde eine Eibe zurück geschnitten. Der Zuschnitt der Eibe war ca. 8-10 cm dick, da sich eine Eibe meistens in mehrere Stämme verzweigt. Die Eigentümerin des Baumes wünschte sich, dass ich daraus Kerzenständer in verschiedenen Höhen drechsle.
Das Innenleben der dünnen Stämmchen ist sehr überraschend und vielfältig in der Maserung. Deshalb habe ich eine relativ schlichte, schlanke Form gewählt. Mit passenden Kerzen wirken die Kerzenständer einzeln oder in der Gruppe sehr harmonisch.

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Ölbild auf einer alten Holzdiele

Oelbild auf Holzdiele

Mein neues Bild ist diesmal nicht in Hinterglasmalerei, sondern ein Ölbild auf einer alten Holzdiele.
In der kleinen Galerie Imberg hängen hauptsächlich meine Bilder in Hinterglasmalerei. Nun habe ich mal wieder ein Bild auf Holz gemalt.
Das Holzbrett habe ich euch in einem früheren Blog-Eintrag schon mal gezeigt.
Auf Holz zu malen ist jedes Mal eine schöne Abwechslung, aber auch eine Herausforderung. Bei Hinterglasbildern muss ich immer spiegelverkehrt malen, da die Glasscheiben von hinten bemalt werden. Wenn ich auf Holz male, muss ich wieder komplett umdenken, da das Holz von vorne bemalt wird. Die raue Oberfläche des Malgrundes saugt sehr viel Farbe auf und die Pinsel sind schnell unbrauchbar. Außerdem verändert sich die Ölfarbe beim Trocknen. Das bedeutet, dass ich schon beim Malen die Farbveränderung berücksichtigen muss.
Es ist also sehr spannend!

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